Pump Foil Test Center

Erfahrungen mit unterschiedlichen Pump Foils in Kombination mit dem Dockstart - weitere folgen...

Erst der Dockstart macht Foilpumping zu einem wirklich unabhängigen Wassersport. Es gibt durchaus Foils, die schneller sind, aber ohne flexible Startmöglichkeiten "verpufft" das Potential dann an vielen Orten. In einem Foilpumping-kurs kannst du nach Absprache gerne verschiedene Flügel testen. Eine bedarfsgerechte Beratung und Tips zu vorhandenen Sets sind ebenfalls Bestandteil. 

Dockstarter von Hydrofoil.de Der erste speziel nur für Foilpumping und direkt für den Dockstart optimierte Flügel macht den Einstieg vor allem Quereinsteigern deutlich einfacher. Der niedrige Geschwindigkeitsbereich, in dem sich dieser Flügel bewegen kann, ist super. Egal, ob beim start oder bei kurzem Geschwindigkeitsverlust beim Pumpen - der Dockstarter lässt sich unglaublich effizient anpumpen und vor allem in engeren Kurven kraftsparend pumpen. Keiner von denen, die ich bis jetzt gefahren bin startet sich vom Ufer einfacher. Der erste Rearwing für dieses Set kann in verschiedenen Positionen (leichte surfer Position vorn - schwerere eher hinten) fixiert werden. Der Dockstarter ist auch für sehr schwere Personen geeignet, lässt sich aber von Leichtgewichten genau so einfacher mit kurzen Pumps bedienen. Ich habe den Flügel letzen Sommer drei Monate auch in der Surfschule im Einsatz gehabt. Ein stabiles Leichtgewicht mit besten Starteigenschaften…

 

Indiana Dockstart/Pump Foil 1100P Dieser Flügel benötigt etwas mehr Dynamik als der Dockstarter ist aber immerhin  ein sehr guter Kompromiss aus guten Starteigenschaften und Effizienz beim Pumpen. Darüber hinaus läuft er extrem Stabil, verzeiht Fehler und ermöglich sehr viele Einstellmöglichkeiten am Rearwing. Die Position kann nicht nur von vorn nach hinten geändert werden, sondern auch der Winkel kann mit verschiedenen Adaptern angepasst werden. Auch beim üben anderer Starthöhen oder Tricks, ist es auch später nicht zum Nachteil, wenn der Heckflügel versetzt werden kann ohne den Rumpf zu tauschen.  Mit diesem Pump Foil wird momentan eine wichtige Lücke geschlossen. Auch Dude`s deutlich  über 85kg können diesen Flügel vom Dock starten. Allerdings dann auch mit ordentlich Schwung ;-)  Direktlink zu Pndiana-PumpSet1100

 

Naish Jet foil 2000 Dieser Flügel ist im Verhältnis zu seiner Spannweite durchaus zügig unterwegs. Fühlt sich für mich aber etwas träge an, da er sich nur mit sehr lang gezogenen Zyklen pumpen ließ. Also eher geradeaus oder für große Radien. Vielleicht lässt sich das mit einer anderen Rumpflänge oder einem anderen Rearwing verbessern. Der Dockstart benötigt auch etwas mehr Schwung und Übung. Besser ist der Start von möglichst weit oben. Ich hatte den Foil nur für  wenige Rundflüge, darum möchte ich objektiv bleiben und nicht zu viel bewerten.

 

Fanatic Aero 2500 Ich finde diesen Foil sehr schwer. Vieleicht ist er um so stabiler, was der Langlebigkeit etwas zu gute kommt. Aber  als Pumpflügel für „Cityturns“ und Dockstarts würde er mich nicht überzeugen. Obwohl er sich durchaus starten lässt. Ein anderes Setup, als ich zum testen hatte, würde vielleicht Sinn machen. Auch hier hatte ich eine lange Fuselage und einen großen Rearwing zum testen. Ob er mit kurzer Fuselage und kleinerem Rearwing als Pumpflügel überzeugt, werde ich bestimmt nochmal erleben. Das Gewicht muss übrigens für Pumping-Einsteiger kein Nachteil sein.

 

Axis S-Series 1150 Als einer der angesagtesten Pump-Foils zum geradeaus fahren geht der 1150 gut ab. Wer vom Ufer starten will sollte sich aber auch hier ordentlich fit machen. Für Leichtgewichte geht das an stellen, wo man den Flügel beim starten unter den Steg halten kann. Ansonsten kann es sein, das bei Leuten unter 1,85m das anlaufen am Dock mit häufigen Kollisionen der Flügelspitzen verbunden ist, weil die Spannweite der Arme nicht ausreicht, um den Flügel easy anzuschieben. Wer dann mit 1,85m auch über 80kg wiegt hat wieder die Herausforderung, die erforderliche Grundgeschwindigkeit zu erreichen, die mit jedem kg Körpergewicht steigt. Man kann den Foil auch mit einem Start aus entsprechender Höhe mit Energie versorgen. Das bedeutet aber durchaus sehr viel Übung. Ist man erstmal in Fahrt, kann man gut Strecke machen und einige Überholmanöver starten. Direktlink zum PumpSet1150

 

Gofoil GL240 in wenigen Wochen habe ich die Gelegenheit und werde den Test sofort hier veröffentlichen. Ich vermute Ähnlichkeiten zum Asis 1150.

 

Axis S-Series Foil 102 Axis foils sind beliebt und sehr genau verarbeitet. Die Effizienz dieses Flügels spürt man. Obwohl das Volumen gut für Dockstarts ist, benötigt man eine routinierte Technik um den Flügel vom Steg aus anzupumpen. da bei niedrigen Dockstart durchaus viel Kraft beim antreten verloren gehen kann, relativiert sich die gute Effizienz danach wieder etwas. Das wird aber vermutlich mit längerer Benutzung und ggf. einem kürzeren Fusselage besser. In der Welle ist er sehr stabil und läuft super. Laufen irgendwo Wellen am Kai vorbei und man hat einen guten Startpunkt mit der passenden Technik, dann ist der Flügel toll.

 

Slingshot Hoverglide Den 84 und 99 habe ich für Neueinsteiger regelmäßig als Sup-Foil im Einsatz. Wir nutzen die Flügel bei einer Geschwindigkeit von nur 15 kmh, wobei beide unter einem SUP stabil fliegen. Der 99er auch mit großen Personen. Der Dockstart ist allerdings sehr schwer, da die Form ehr auf "Fremdenergie" ziehlt. In der Welle läuft er! Der Mast kann nach Bedarf weiter nach vorn, in den Frontwing integriert werden, was mehr Wendigkeit zulässt.

 

Moses 1100 Honda (2020) Moses Foils haben eine große Fangemeinde. Als Wing Foil und Kite Foil ist dieser Flügel für Ausgewachsene Sportler oder leichtem Wind sehr beliebt. Als Pump foil ist der Shape nicht ideal. Versuchen wollte ich es trotzdem. Die Wingspanne ist verlockend. Aber die Auslegung ist hier eindeutig zu spüren. Speed für Große mit Nase im Wind. Irgendwann gibt es auch einen Moses-Foil zum pumpen ;-) 

 

Gong Surffoil Allvator Rise ALU L/ Xl/ XXL (2020)

Für Foilpumping-Einsteiger ein preiswerter Start. Ein Schwergewicht, aber er lässt sich stabil pumpen. Der Dockstart geht gut, wenn man den Frontflügel nicht zu klein plant. Verstellmöglichkeiten am Stabilisator gibt es nicht, aber man kann diesen natürlich tauschen.

 

Der Horue vini (2019) ist einer der skurrilsten Foils am Markt und eher was für Individualisten. Zum Foilpumping ist der Flügel eher für sehr, sehr leichte Personen geeignet. Ohne Fremdenergie wie Bungee-Seil oder Boot kommt man nicht, bzw. nur technisch extrem fortgeschritten (pro) in Fahrt. Er ist dann allerdings sehr schnell aber auch sehr "loose", fühlt sich an wie auf einem Skimboard. In der Welle fand ich das cool, aber da er für mich mit 80kg einfach zu klein für coole Pumpsessions ist, ist er einigen Experimenten in meiner Werkstatt zum Opfer gefallen. Im Ansatz finde ich die Idee aber nach wie vor interessant! Als Wing Foil eingesetzt sollte der "Kapitän" auf extreme drehfreudigkeit bei kräftigen Wind vorbereitet sein. Sind steife Brise ist da auf jeden Fall angesagt.

 

Gong Allvator curve Carbon XLT 102cm (2020)

Etwas mehr auf Geschwindigkeit ausgelegt lässt sich der Flügel etwas schwerer vom Ufer lospumpen. Es sei denn man ist selber ein Leichtgewicht. Da ein flexibler Dockstart für mich die Voraussetzung für coole Pump-Sessions ist, würde ich den Flügel für diesen Einsatz weniger empfehlen.

 

 

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