Pump Foil Test Center

Erfahrungen mit unterschiedlichen Pump Foils in Kombination mit dem Dockstart - weitere folgen...

Erst der Dockstart macht Foilpumping zu einem wirklich unabhängigen Wassersport. Es gibt durchaus Foils, die schneller sind, aber ohne flexible Startmöglichkeiten "verpufft" das Potential dann an vielen Orten. In einem Foilpumping-kurs kannst du nach Absprache gerne verschiedene Flügel testen. Eine bedarfsgerechte Beratung und Tips zu vorhandenen Sets sind ebenfalls Bestandteil. 

Dockstarter von Hydrofoil.de Der erste speziel nur für Foilpumping und direkt für den Dockstart optimierte Flügel macht den Einstieg vor allem Quereinsteigern deutlich einfacher. Der niedrige Geschwindigkeitsbereich, in dem sich dieser Flügel bewegen kann, ist super. Egal, ob beim start oder bei kurzem Geschwindigkeitsverlust beim Pumpen - der Dockstarter lässt sich unglaublich effizient anpumpen und auch in engeren Kurven kraftsparend fliegen. Ob der Flügel auch für Wing-Foiler und Welle geeignet ist kann ich noch nicht sagen. Aber als erster reiner Pumpfoil  ist er eine absolute Spaßmaschine. Keiner von denen, die ich bis jetzt gefahren bin startet sich vom Ufer einfacher. Der erste Rearwing für dieses Set kann in verschiedenen Positionen „Einsteiger-pro“ fixiert werden. Der ist allerdings sehr sehr spitz an den Enden, was zwar maximale Effizienz bedeutet, aber auch etwas Vorsicht im Umgang beim Transport und beim schwimmen unter Wasser voraussetzt. Ich empfehle die Spitzen einfach mit 180er Sandpapier leicht abzurunden (Radius 3mm). Das nimmt nur minimal Effizienz aber macht den Umgang für Foilpumping-Einsteiger etwas sicherer. Der Dockstarter ist auch für sehr schwere Personen geeignet, lässt sich aber von Leichtgewichten genau so einfacher mit kurzen Pumps bedienen. Ich hatte bisher nur den Prototypen im test. Das Serienmodellen soll noch leichter und strömungsoptimierter sein und soll ab Mitte-Ende Juni versandfertig sein. www.hydrofoil.de

 

Indiana Dockstart/Pump Foil 1100P Diesen Flieger habe ich erst vor kurzen (01/21) entdeckt, angefragt und direkt zum testen zugeschickt bekommen. Angehende "Strömungstechniker" ;-) könnten sich optisch am Stecksystem aufhalten aber ich muss hier ganz klar sagen, das dieser Flügel ein sehr guter Kompromiss aus guten Starteigenschaften und Effizienz beim Pumpen darstellt. Wenige Wochen nach Weihnachten mit immer noch über 83 kg und vollgesaugten 5mm Neopren habe ich den Drachen ohne Probleme geritten. Egal von welcher Starthöhe! Darüber hinaus läuft er extrem Stabil, so das der Switch beim Pumpen auch deutlich leichter wird. Die Flügelspitzen sind sehr fein gearbeitet, was etwas Vorsicht bedarf, der Mast und die Verbindungselemente sind enorm stabil. Trotzdem finde ich das gesamte System nicht zu schwer. Einsteiger können den Rearwing (Stabilisator) anfangs weiter nach hinten setzen und später nach vorne. Auch beim üben anderer Starthöhen oder Tricks, ist es auch später nicht zum Nachteil, wenn der Heckflügel versetzt werden kann ohne den Fuselage zu tauschen.  Mit diesem Pump Foil wird momentan eine wichtige Lücke geschlossen. Auch Dude`s deutlich  über 85kg können diesen Flügel vom Ufer starten. Direktlink zu Pndiana-PumpSet1100

 

Axis S-Series 1150 Als einer der angesagtesten Pump-Foils geht der 1150 wirklich gut ab. Wer vom Ufer starten will sollte sich aber auch hier ordentlich fit machen. Für Leichtgewichte geht das an stellen, wo man den Flügel beim starten unter den Steg halten kann. Ansonsten kann es sein, das bei Leuten unter 1,85m das anlaufen am Dock mit häufigen Kollisionen der Flügelspitzen verbunden ist, weil die Spannweite der Arme nicht ausreicht, um den Flügel easy anzuschieben. Wer dann mit 1,85m auch über 80kg wiegt hat wieder die Herausforderung, die erforderliche Grundgeschwindigkeit zu erreichen, die mit jedem kg Körpergewicht steigt. Man kann den Foil auch mit einem Start aus entsprechender Höhe mit Energie versorgen. Das bedeutet aber durchaus sehr viel Übung. Ist man erstmal in Fahrt, kann man gut Strecke machen und einige Überholmanöver starten. Direktlink zum PumpSet1150

 

Gofoil GL240 in wenigen Wochen habe ich die Gelegenheit und werde den Test sofort hier veröffentlichen. Ich vermute Ähnlichkeiten zum Asis 1150.

 

Axis S-Series Foil 102 Axis foils sind beliebt und sehr genau verarbeitet. Die Effizienz dieses Flügels spürt man. Obwohl das Volumen gut für Dockstarts ist, benötigt man eine routinierte Technik um den Flügel vom Steg aus anzupumpen. da bei niedrigen Dockstart durchaus viel Kraft beim antreten verloren gehen kann, relativiert sich die gute Effizienz danach wieder etwas. Das wird aber vermutlich mit längerer Benutzung und ggf. einem kürzeren Fusselage besser. In der Welle ist er sehr stabil und läuft super. Laufen irgendwo Wellen am Kai vorbei und man hat einen guten Startpunkt mit der passenden Technik, dann ist der Flügel toll.

 

Slingshot Hoverglide Den 84 und 99 habe ich für Neueinsteiger regelmäßig als Sup-Foil im Einsatz. Wir nutzen die Flügel bei einer Geschwindigkeit von nur 15 kmh, wobei beide unter einem SUP stabil fliegen. Der 99er auch mit großen Personen. Der Dockstart ist allerdings sehr schwer, da die Form ehr auf "Fremdenergie" ziehlt. In der Welle läuft er! Der Mast kann nach Bedarf weiter nach vorn, in den Frontwing integriert werden, was mehr Wendigkeit zulässt.

 

Moses 1100 Honda (2020) Moses Foils haben eine große Fangemeinde. Als Wing Foil und Kite Foil ist dieser Flügel für Ausgewachsene Sportler oder leichtem Wind sehr beliebt. Als Pump foil ist der Shape nicht ideal. Versuchen wollte ich es trotzdem. Die Wingspanne ist verlockend. Aber die Auslegung ist hier eindeutig zu spüren. Speed für Große mit Nase im Wind. Irgendwann gibt es auch einen Moses-Foil zum pumpen ;-) 

 

Gong Surffoil Allvator Rise ALU L/ Xl/ XXL (2020)

Für Foilpumping-Einsteiger ein preiswerter Start. Ein Schwergewicht, aber er lässt sich stabil pumpen. Der Dockstart geht gut, wenn man den Frontflügel nicht zu klein plant. Verstellmöglichkeiten am Stabilisator gibt es nicht, aber man kann diesen natürlich tauschen.

 

Der Horue vini (2019) ist einer der skurrilsten Foils am Markt und eher was für Individualisten. Zum Foilpumping ist der Flügel eher für sehr, sehr leichte Personen geeignet. Ohne Fremdenergie wie Bungee-Seil oder Boot kommt man nicht, bzw. nur technisch extrem fortgeschritten (pro) in Fahrt. Er ist dann allerdings sehr schnell aber auch sehr "loose", fühlt sich an wie auf einem Skimboard. In der Welle fand ich das cool, aber da er für mich mit 80kg einfach zu klein für coole Pumpsessions ist, ist er einigen Experimenten in meiner Werkstatt zum Opfer gefallen. Im Ansatz finde ich die Idee aber nach wie vor interessant! Als Wing Foil eingesetzt sollte der "Kapitän" auf extreme drehfreudigkeit bei kräftigen Wind vorbereitet sein. Sind steife Brise ist da auf jeden Fall angesagt.

 

Gong Allvator curve Carbon XLT 102cm (2020)

Etwas mehr auf Geschwindigkeit ausgelegt lässt sich der Flügel etwas schwerer vom Ufer lospumpen. Es sei denn man ist selber ein Leichtgewicht. Da ein flexibler Dockstart für mich die Voraussetzung für coole Pump-Sessions ist, würde ich den Flügel für diesen Einsatz weniger empfehlen.

 

 

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